Das Wort "Wut" im Titel drückt aus, was ich gefühlt habe,
als ich diese Doku gesehen habe - es kann doch nicht sein,
dass dieses Problem immer noch besteht - und gleichzeitig auch
noch von Börsenseite daran so stark verdient wird.
Mein frommer Wunsch, dass sich durch die Bio-Krafstoff-Produktion
die Lebensverhältnisse des durchschnittlichen Bauers verbessert,
scheint auch nicht zuzutreffen, auch von dieser Entwicklung
profitieren anscheinend wieder nur die Großgrundbesitzer.
Indes, könnte man nicht folgendermaßen argumentieren: Wenn
die Preise für Lebensmittel jetzt in die Höhe gehen, müsste
das doch vor allem den Kleinbauern zu Gute kommen oder?
Die müssten doch jetzt für ihre Ware enormes Geld bekommen und
so vielleicht auh die Möglichkeit bekommen zu expandieren,
dass heisst im nächsten Jahr wieder mehr anzubauen, weil die Nachfrage
das zulässt... so gesehen, müsste man "nur" den saisonalen Hunger jetzt
unter Kontrolle bekommen?!
(Die Arbeitsbedingungen der Arbeiter auf den großen Plantagen werden dadurch
auch nicht besser: Aber da hilft halt nur Fairtrade oder international wirksamer
Arbeitsschutz)
