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David Perry: Will videogames become better ...

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written on 21/10/2008 written on 21/10/2008

David Perry war sowas wie ein Held meiner frühen Jugend. Ich erinnere mich, wie er damals (anno 1994) in sämtlichen Videospiel-Zeitschriften herumgereicht wurde, da war er tatsächlich einer der wenigen Stars der Branche (neben Miyamoto, Sid Meier u.a.). Ich war also durchaus erfreut über das unverhoffte Wiedersehen mit dem Erfinder von legendären Titeln wie Earthworm Jim (da war er 27!) oder MDK - umso enttäuschter war ich nach dem Vortrag.

Die Präsentation an sich ist ja ganz okay, und auch der Tonfall - humorvoll, nicht zu flapsig - stimmt. Anfangs erzählt Perry etwas über seinen Werdegang, der sich, kaum überraschend, ein wenig wie die Geschichte des Homecomputing liest.
Es folgen Statistiken, und hier wirkt es bereits so, als hätte er wenig Lust auf die ganze Angelegenheit: Den Großteil der Daten rattert er lediglich unkommentiert herunter.

Dann folgt der erste von zwei Videoclips, die die ohnehin knappe Redezeit von 20 Minuten nochmals um die Hälfte reduzieren.
Zunächst eine Collage von Videospielklassikern im Wandel der Zeit. Unterlegt mit treibender Musik wirkt sie allerdings eher wie der Werbespot von Nintendos neuer Retro-Konsole als wie ein Beitrag zu einer populärwissenschaftlichen Debatte.
Nach einigen kurzen Ausführungen zum Beruf des Video Game Designers selbst folgt der zweite, weitaus längere Clip: Ein ambitionierter Amateurfilm, anzusiedeln im Themenbereich "Entfremdung und Realitätsflucht". Der Film selbst ist nicht schlecht, auch wenn der melodramatische Tonfall des Erzählers einen stellenweise glauben machen könnte, es gehe um die großen Tragödien der Menschheit.
Allein: Warum kann Perry nicht den Link ans Blackboard werfen und der geneigte Zuschauer zieht sich das Teil dann später auf Youtube rein? Warum muß man knapp zehn Minuten eines zwanzigminütigen Vortrags damit füllen?

Mir würden spontan zehn Punkte einfallen, die ich noch gerne genauer gehört hätte, aber dank dieser Zeitschinderei hat man am Ende leider den Eindruck, der Referent selbst habe vielleicht auch nicht soviel Ahnung.

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written on 23/10/2008 written on 23/10/2008

ich wusste gar nicht, dass der so berühmt ist. Allerdings teile ich deine Einschätzung. Ich hätte auch gerne mehr darüber gehört, wie Computerspiele die Zukunft beeinflussen können.

Letztens war ne Freundin von mir aus Bremen zu besuch, die ebenfalls an Videospielen arbeitet. Sie meinte, dass sie gerade an einem Projekt sein, den menschlichen Puls in Videospiele zu intergrieren. Im konkreten Fall werden wohl Monster in einem Spiel größer oder mehr, desto höher der Puls geht. (Wobei sich dann ja beides bedingt ;)

Ich stelle mir schon vor, dass in 20 Jahren die Jugend aufwächst mit solchen Spielen und so z.B. dadurch lernt "die Ruhe" zu bewahren. Solche Spiele würden dann reihenweise buddhistische Mönche erziehen ^^

Na ja, auf jeden Fall eine Entwicklung, die man im Auge behalten muss ^^

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